Infos zur D.R. Kongo

Nach der Präsidentenwahl im Jahre 2006 in der Demokratischen Republik Kongo, bleibt das drittgrößte Land Afrikas immer noch im Aufbruch. Die neugewählte Regierung nahm sich vor, in der ersten Amtsperiode wichtige Bereiche des täglichen Lebens zu entwickeln.

Zu diesen Bereichen zählen unter anderem die medizinische Versorgung und die Landwirtschaft.

Die D.R. Kongo ist eines der ressourcenreichsten Länder in Afrika aber die Lebensverhältnisse sind niederschmetternd:

Ca. 22,5 Millionen Menschen (37% der Bevölkerung) haben keinen Zugang zu öffentlicher Gesundheitsversorgung;

Die „Arztdichte“ liegt im Landesdurchschnitt 1:15.000, d.h. auf einen Arzt kommen 15.000 Einwohner

In ländlichen Regionen liegt die „Arztdichte“ bei 1:30.000

Die Kindersterblichkeit liegt im Norden des Landes bei 41 %

Die Müttersterblichkeit ist die höchste der Welt.

Hinzu kommt, dass in ländlichen Gegenden – wie z.B. in Zamba - keine öffentlichen Transportmittel vorhanden sind. Die Bewohner sind im Falle einer Krankheit oder eines Notfalles gezwungen, 40 Kilometer zu Fuß

zurückzulegen, um überhaupt eine erste Hilfe zu erhalten. Dies kann im schlechtesten Falle zum Tod auf dieser Strecke führen, auf jeden Fall führt es zu einer Verzögerung einer notwendigen Behandlung.

Ist diese Hürde überwunden, ist oft kein Geld vorhanden, um in der Stadt für die medizinische Behandlung aufzukommen.

Vor dem Hintergrund, dass von einem durchschnittlichen Tageslohn i.H.v. 0,30 € eine ganze Familie versorgt werden muss, können viele Eltern die notwendigen Medikamente zur Behandlung ihrer Kinder nicht aufbringen. 

Zweidrittel der erwerbstätigen Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, diese erwirtschaften dort über 30% des Bruttoinlandsprodukts (Stand: 2000). Große Gebiete sind Landwirtschaftlich nutzbar, jedoch werden davon nur rund 3% genutzt. Haupterzeugnisse sind Maniok, Kochbananen, Zuckerrohr, Erdnüsse, Bananen, Bohnen und Süßkartoffeln.

Die demographische Entwicklung des gesamten Sektors Kivulu, speziell der Osten und Nordosten dieses Verwaltungsgebietes, erweist sich als problematisch

Die Bevölkerung hat sich sehr ungünstig entwickelt, das führt dazu, dass die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten stetig steigt.

Um einen Beitrag zu leisten, was die Lösung dieser Probleme angeht, sind vom G.O.E.K. e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort Projekte entwickelt worden, damit den Menschen in den Dörfern in dem Sektor Kivulu geholfen werden kann.